Stefanie Kestel, BA - Hochschule Niederrhein
Skin³ – Hochschule Niederrhein
Ich bin Stefanie Kestel, eine selbstbestimmte Frau mit dem Ziel, die Wertigkeit der Mode neu zu definieren. In meinem Erwachsenenleben habe ich mich zunächst der Architektur gewidmet. Nach einer praktischen und sehr lehrreichen Zeit sowie einem erfolgreichen Studienabschluss habe ich mich meiner größten Leidenschaft zugewandt: der Mode.
Die Vereinigung beider Disziplinen ist ein zentrales Thema meiner bisherigen Arbeiten und Entwürfe – vom kleinen in den großen Maßstab und wieder zurück.
Ich bin dankbar für die Unterstützung und die Chancen, die ich erhalten habe, und werde alles dafür tun, einen neuen Impuls in die Welt zu setzen, der zum Nachdenken anregt.
Meine Designs sind zeitlos und unabhängig von jeglichen Trends. Ich möchte, dass meine Kunst gesehen und als eine Art Geschichte verstanden wird. Für mich als Designerin ist Mode ein Statement, und meine entworfenen Kleidungsstücke sind die dreidimensionale Leinwand.
Meine Abschlusskollektion behandelt das Thema der Haut, konkreter die drei „Häute“ des Menschen. Das Designkonzept und die daraus entstandenen Entwürfe sind vom Künstler und Architekten Friedensreich Hundertwasser inspiriert.
Die erste Haut ist unsere natürliche Haut, das größte Organ des Menschen und die Abgrenzung zwischen unserem Inneren und dem Außen.
Die zweite Haut ist unsere Kleidung, die uns ganz praktisch vor Umwelteinflüssen schützt, bedeckt und wärmt.
Darüber hinaus kann Kleidung auch unsere innere Haltung nach außen sichtbar machen. Sie kann uns hervorheben, abgrenzen, uniformieren oder auch verkleiden.
Als dritte Haut können schließlich die uns umgebenden Gebäude und Architekturen verstanden werden. Ursprünglich übernehmen sie, genau wie unsere Kleidung, eine Schutzfunktion, sind jedoch zugleich unendlich vielfältig. Im Laufe der Zeit wurde Architektur teilweise ebenfalls zur Kunst und nutzte nahezu jedes denkbare Material, um Räume, Flächen und Orte zu erschaffen.
Die Verbindung der zweiten und dritten Haut liegt unter dieser Betrachtung nahe und führte zu einer Reihe experimenteller Herangehensweisen und Kombinationen. Die Schnittkonstruktion für den menschlichen Körper weist viele Parallelen zur Planung von Gebäuden auf.
Die Verwendung von Baumaterialien wie Beton und Stahl ist ein zentrales Element der Kollektion, die sich mit dem Aufbrechen der Grenzen zwischen Innen und Außen auseinandersetzt.
Meine Kollektion ist die Verschmelzung dieser drei Ebenen, transportiert im Medium der Mode.