Von Pforzheim nach Brisbane: Wie Neo.Fashion. jungen Designtalenten die Türen in die internationale Modewelt öffnet
Berlin, 8. Juli 2026 – Lennart Bohle, Absolvent der Hochschule Pforzheim, hat bei der Neo.Fashion. vor einem Jahr einen ganz besonderen Preis gewonnen: Mit ausgewählten Looks seiner Abschlusskollektion reiste er nach Australien, um seine Designs bei der Brisbane German Week einem internationalen Publikum zu präsentieren. Ein aufregendes Jahr liegt hinter dem 28-jährigen, der staatlich geprüfter Maßschneider mit Schwerpunkt Womenswear ist und seinen Abschluss an der Hochschule Pforzheim gemacht hat. Auch in diesem Jahr ließ er es sich nicht nehmen, die Gradute Show seiner ehemaligen Hochschule am dicht gedrängten Laufsteg der Neo.Fashion. zu verfolgen.
Wir haben mit ihm gesprochen:
Lennart, von Pforzheim bis ans andere Ende der Welt – wie fühlt sich so etwas an?
Das war ehrlich gesagt kaum zu beschreiben. Man arbeitet monatelang an einer Kollektion, steckt unglaublich viel Zeit, Energie und Herzblut hinein – und plötzlich sitzt man im Flugzeug nach Australien, weil genau diese Arbeit internationale Aufmerksamkeit bekommen hat. In dem Moment wurde mir bewusst, welche Türen sich durch eine Plattform wie Neo.Fashion öffnen können. Da war vor allem eine große Dankbarkeit und das Gefühl, etwas ganz Besonderes erleben zu dürfen.
Was hat die Reise nach Brisbane für dich so besonders gemacht?
Der Aufenthalt begann mit einer Stadtführung, bevor bereits die Eröffnungsgala der Brisbane German Week stattfand. Die Veranstaltung bringt deutsche Unternehmen, Institutionen und Kreative zusammen und schafft wertvolle internationale Kontakte. Bei der Gala durfte ich meine Arbeiten präsentieren und mit Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen. Besonders beeindruckend war der Austausch mit Kreativen, die sich mit indigenen Themen beschäftigen. Ein weiteres Highlight war ein Fashion Walk durch die Innenstadt von Brisbane. Models trugen meine Designs mitten im öffentlichen Raum. Die Reaktionen der Passantinnen und Passanten mitzuerleben, war unglaublich spannend. Außerdem durfte ich an einer Universität einen Vortrag halten und mit Studierenden über meine Kollektion, meinen Designprozess und meinen Werdegang sprechen. Dieser internationale Austausch war für mich extrem bereichernd.
Was hat dir Neo.Fashion. persönlich gebracht?
Vor allem Sichtbarkeit. Neo.Fashion. hat mir die Möglichkeit gegeben, meine Ideen und meine gestalterische Handschrift einem viel größeren Publikum vorzustellen. Als Absolvent verlässt man die Hochschule mit vielen Visionen, aber oft noch ohne großes Netzwerk. Genau hier setzt Neo.Fashion. an. Die Plattform bringt junge Talente mit Unternehmen, Medien, Branchenvertretern und internationalen Partnern zusammen. Die Reise nach Australien wäre ohne Neo.Fashion. nie möglich gewesen. Diese Reichweite und diese Kontakte sind für den Berufseinstieg unglaublich wertvoll.
Warum sollten Studierende bei Neo.Fashion. mitmachen?
Weil die Abschlusskollektion oft die ehrlichste und stärkste Arbeit ist, die man während des Studiums entwickelt. Ich würde jedem empfehlen, mutig zu sein und die eigenen Ideen konsequent umzusetzen. Neo.Fashion. bietet genau diesen Raum für innovative Konzepte, neue Perspektiven und persönliche Handschriften. Hier können junge Designerinnen und Designer zeigen, was sie wirklich ausmacht.
Hast du Unterschiede zwischen Australien und Deutschland in der Modeausbildung wahrgenommen?
Ja, durchaus. Die Werkstätten dort sind beeindruckend ausgestattet und sehr großzügig. Es wird viel Wert auf Verarbeitung, Qualität und Schnittkonstruktion gelegt. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass wir in Deutschland häufig noch etwas experimenteller arbeiten können – beispielsweise bei Materialien, Silhouetten oder ungewöhnlichen Kombinationen. Der Austausch zwischen beiden Sichtweisen war für mich sehr inspirierend.
Hat die Reise deine berufliche Entwicklung beeinflusst?
Auf jeden Fall. Die Begegnungen, Gespräche und das Feedback haben mir viele Impulse für meine nächsten Schritte gegeben. Man bekommt neue Perspektiven auf die eigene Arbeit und gewinnt gleichzeitig mehr Vertrauen in den eigenen Weg. Diese Erfahrungen haben mich als Designer und auch persönlich weitergebracht.
Du bist in diesem Jahr als Gast bei den Graduate Shows. Wie ist dein Eindruck?
Ich bin begeistert. Das Niveau der gezeigten Kollektionen ist beeindruckend. Man spürt, wie viel Kreativität, handwerkliches Können und Innovationskraft an den Hochschulen vorhanden sind. Neo.Fashion. entwickelt sich stetig weiter und präsentiert Jahr für Jahr die Zukunft der deutschen Mode.
Dein Wunsch für die Zukunft von Neo.Fashion?
Ich wünsche Neo.Fashion, dass sie weiterwächst und immer mehr junge Talente erreicht. Die Plattform ist ein echter Türöffner für den Designnachwuchs und schafft Möglichkeiten, die weit über den Laufsteg hinausgehen. Sie ist bereits ein geschliffener Diamant – und ich wünsche ihr, dass sie Jahr für Jahr noch weiter strahlt.
Foto von der Show in Brisbane Australien

Lennart Bohle zeigt eindrucksvoll, welche Chancen aus einer Abschlusskollektion entstehen können. Der Absolvent der Hochschule Pforzheim gewann im Juli 2025 den gewann im Juli 2025 bei der Neo.Fashion. Awards den Brisbane German Week Showcase Sonderpreis (FAT.X Award) und präsentierte wenige Monate später seine Designs in Brisbane. Seine Geschichte macht deutlich, wofür Neo.Fashion steht: Nachwuchstalente sichtbar machen, internationale Perspektiven eröffnen und den Übergang vom Studium in die professionelle Modewelt aktiv begleiten.
Neo.Fashion. e.V. / Kontakt Media
Sophie Fuhlbrügge
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